Artikel: Das Geschenk zur Einbürgerung: der Tag, an dem man Schweizer wird

Das Geschenk zur Einbürgerung: der Tag, an dem man Schweizer wird
Es gibt Ausweisdokumente, die in einer Schublade verschwinden, und es gibt solche, die etwas verändern. Der Pass mit dem weissen Kreuz gehört zur zweiten Kategorie. Für alle, die ihn nach Jahren in der Schweiz erhalten, ist die Einbürgerung keine Verwaltungsformalität. Sie ist der Abschluss eines langen Weges, der oft ein Jahrzehnt zuvor begonnen hat, und der offizielle Beginn der Zugehörigkeit zu einem Land, das man längst zu seinem gemacht hatte.
Warum die Einbürgerung in der Schweiz ein besonderes Gewicht hat
Die Schweiz ist eines der wenigen Länder der Welt, in denen über die Staatsbürgerschaft nicht allein in einem Bundesamt entschieden wird. Das Schweizer Bürgerrecht wird auf drei Ebenen zugleich erworben: Bund, Kanton und Gemeinde. In manchen Gemeinden, besonders in der Zentral- und Ostschweiz, hat lange die Gemeindeversammlung über jedes Gesuch abgestimmt, teils per Handzeichen. Wer eingebürgert wird, wird nicht von einem abstrakten Staat aufgenommen, sondern von einer konkreten Gemeinschaft, mit dem Namen eines Dorfes in den eigenen Papieren.
Dieser Name ist der Heimatort, eine Besonderheit, die kaum ein anderes Land kennt. Jede Schweizerin und jeder Schweizer trägt in den Dokumenten nicht den Geburtsort, sondern den Heimatort, geerbt von der Familie oder erhalten bei der Einbürgerung. Man kann in Basel geboren sein, in Lugano leben und Bürger eines Appenzeller Dorfes bleiben, das man nie bewohnt hat. Für eine eingebürgerte Person ist der Heimatort die Gemeinde, die Ja gesagt hat. Er begleitet sie ein Leben lang, und er begleitet ihre Kinder.
Ein Moment, den man feiert, aber selten mit dem richtigen Gegenstand
Viele Gemeinden und Kantone organisieren eine Feier zur Begrüssung der neuen Bürgerinnen und Bürger. Es werden ein paar Worte gesprochen, manchmal wird die Hymne gesungen, Hände werden geschüttelt. Dann geht jeder nach Hause, und von diesem Tag bleibt nichts Greifbares ausser einem offiziellen Brief.
Genau hier bekommt ein Geschenk seinen Sinn. Etwas zur Einbürgerung zu schenken heisst, den zurückgelegten Weg anzuerkennen: die Jahre des Aufenthalts, die erlernte Landessprache, die Prüfung über die Institutionen, das Warten. Wer ein passendes Geschenk sucht, stösst jedoch immer auf dasselbe Problem. Ein Taschenmesser oder eine Schachtel Pralinen sind sympathische Gesten, aber sie erzählen von der Schweiz der Bahnhofssouvenirs, nicht von einem hier aufgebauten Leben.
Was ein gutes Geschenk zur Einbürgerung ausmacht
Ein gelungenes Geschenk zur Einbürgerung erfüllt drei Kriterien. Es soll von Dauer sein, denn das Bürgerrecht selbst gilt für immer. Es soll diskret sein, denn die Verbundenheit mit einem Land trägt man, man ruft sie nicht hinaus. Und es soll einen echten Bezug zur Schweiz haben, in seiner Herstellung oder in seinem Symbol, denn genau dafür steht der Gegenstand: für eine Verbindung, die offiziell geworden ist.
Darum taucht der Schmuck so oft in den Geschichten auf, die uns erreichen. Ein Stück, das man jeden Tag trägt, das jenen nichts sagt, die es nicht wissen, und alles jenen, die es wissen. Der Umriss einer Landkarte, ein stilisiertes Kreuz. Ein Gegenstand, den man Jahre später wiederfindet und der einen sofort an den Tag der Feier zurückbringt.
Unsere Stücke für diesen Moment
Bei Swiss Accent haben uns mehrere Kundinnen und Kunden geschrieben, nachdem sie ein Schmuckstück zur Einbürgerung verschenkt hatten. Das Armband The Map, das die Umrisse des Landes nachzeichnet, und die Stücke The Flag, eine reduzierte Interpretation des Schweizerkreuzes, werden für diesen Anlass am häufigsten gewählt. Jedes Stück unserer Ketten-Kollektion wird vollständig in der Schweiz gefertigt. Ein Stück, das hier entstanden ist, für den Tag, an dem man von hier wird.



